Profil

Den technischen Schwerpunkt der Bilder von Marita Mattheck bilden die Grafik und die Malerei. Die Künstlerin entzieht sich bewusst einer direkten gegenständlichen, mimetischen Bildsprache zugunsten einer abstrahierten, abstrakten Bildfindung.

Durch das Zusammenspiel von Collageteilen, Flächen, Linien und Spuren oder auch durch das Verwenden der mehrteiligen Bildsequenzen können Verweise auf Fragmente menschlicher Körper mit ihren existentiellen Befindlichkeiten oder Gegenstände erfahrbar werden. Die reduzierten eckigen oder runden Formen scheinen im Raum, d.h. auf der bloßen weißen und schwarzen Leinwand bzw. dem Holzgrund, zu schweben, sich als Elemente am Rand des Bildes zu drängen oder Figur- und Grundprobleme der Wahrnehmung aufzugreifen. Die Konzentration des vereinfachten Formenrepertoires richtet sich auf den Bewegungsfluss der reinen schwarzen oder weißen Linie oder schwarzen und weißen Fläche mit leicht erkennbarem Pinselduktus.

Das Grundanliegen ist das Aufzeigen einer komplexen Struktur mit scheinbar einfachen Zeichen, die es zu entschlüsseln gilt.